Jungmannschaft on Tour
Matthias + Simone waren zu Ostern in der Cesky Ray, wo sie zwar nichts weiter
als Säcke aufgehangen haben aber trotzdem fanden sie es tollll. Naja der Wille
zählt. Ach nein auch eine IV hat sich als doch nicht so widerspenstig gezeigt
und konnte somit erobert werden. Ronny eroberte hingegen nur einen alten absolut
mistigen Heizungskeller, den ja alle kennen die ihn in seiner Verbannung besucht
haben.
Man hat also gemerkt Klettern ist´s nicht so richtig also ging es zu Pfingsten
in die Hohe Tatra zum Bergwandern. Wiedereinmal ohne Ronny, da er sich immer
noch im Keller seines NFH an der Heizungsanlage versuchte. Es lag noch relativ
viel Schnee, doch trotzdem waren einige schöne Wanderungen möglich. Unter
anderem zur Teryho chata, zum Bystre sedlo und zur Räuberhütte, welche sich im
Wiederaufbau befindet.
Als nächstes Gebirge stand im August das Fagaras auf dem Programm. Diesmal mit
Simone und ihrer Schwester, Heike, und zwecks der internationalen Beziehungen
noch mit 8 Ungarn und Rumänen. Unterwegs waren sie von der Simbata cabana bis
zur cabana Biela Lac. Dort Überraschte sie wieder mal die allseits gefürchtete
Fagaras-Wetterlage (auch ohne Peter). Danach zeigten ihre Freunde ihnen noch den
letzten Vulkankratersee Europas den Lacul SF. Ana. Für sie war
selbstverständlich in diesem über eintausend Meter hohem See auch baden zu
gehen, jedoch zähte dieses Badeerlebnis weitaus nicht zu den Höchstgelegen. Zum
Abschluß lud sie einer der neuen Freunde nach Budapest ein und zeigte ihnendie
schöne Stadt und Umgebung. Matthias bereitete sich zu dieser zeit auf seine
Uni-kaierre vor und machte hierzulande den Sandstein unsicher. Ronny war eifrig
damit beschäftigt seine Heizung wenigstens zu seinem Urlaub fertig zu bekommen.
Alle waren in Hochform, Ronny mit einer gegen alles Immunen Staublunge aus dem
Heizungkeller, Matthias moralisch Top Fit durch ständige Alleigänge im Bielatal
und Simone mit Beinen wie ein Dinosausrier durch die Fagarastour. Also zogen sie
anfang September los in Richtung Süden, genauer an den Gardasee. Dort erklommen
sie als erstes alle, aber wirklich alle, Bergsportläden. Top Ausgerüstet trauten
sie sich dann als erstes Corno di bo ?? („Karins T-Shirt“)zum Baden. Natürlich
haben wir die schöne Kletterei auch so ausgiebig wie möglich genutzt. Danach
waren wir warm und trauten uns an die Platte in der Sonne. Die Wärme sollte uns
gegönnt seit und so wich sie auch nicht von uns. Pünktlich zum Mittag stiegen
wir ein, nicht in die Rita, denn sie war besetzt, auch nicht in die Teresia,denn
die haben wir nicht gefunden und so mussten wir uns die Claudia hochschwitzen.
Zu dritt bei praller Sonne und 450m „Kletterei“, war schon nicht schlecht.
Weiter ging es nach Frankreich in den Verdon wo wir erst einmal ein wenig
„sportlich“ geklettert sind und uns schwer damit taten einen kletterbaren Weg in
der Schlucht zu finden. Wir entschieden uns für eine 5c in dessen Gegend wir,
wieder zu dritt mit ausreichend Sonne, auch geklettert sind. Es war auch da
nicht so einfach den eigentlichen Weg zu finden, obwol wir lange glaubten im
richtigen zu sein. Es war trotzdem eine voll tolle Route auch wenn der Ausstieg
nichts mit 5c zu tun hatte. Am Ende dieser Schlucht gab es einen See und einen
Paddelbootverleih und da wir ja da waren um Uhrlaub zu machen, haben wir uns ein
solches geliehen und sind in die Schlucht gefahren. Von unserem Boot aus konnten
wir uns die Schlucht einmal von unten ansehen und auch bei wunderschönem Wetter
baden. Dann ging es in die Großstadt Marseile, nicht freiwillig, aber wir
wollten den Naturfreund Rudi vom Bahnhof abholen. Wir müßten dann ans
Mittelmeer, denn wir hatten keine Mittel mehr, und zwar an die Calanques. Die
Landschaft ist eigentlich schön, jedoch ist sie überlaufen. Die Menschen werden
mit Fährlinien aus Marsiele und Cassis an die kleinen Sandstrandbuchten, umgeben
von schroffen Felswänden, gebracht. Die meisten Möglichkeiten zum Klettern sind
vom Wasser aus (Boot?) und am Land sind sie mit einem ca. einstündigem Fußmarsch
durch doch noch recht mollige Mittelmeersonne verbunden. Einem Tag haben wir uns
trotzdem zum Klettern durchgerungen und sind erst nach ca. 10 Wegen an einer 6c
gescheitert. Aus diesem Gebiet hat uns dann ein ganz nettes Gewitter verjagt so
und wir sind nach Avinion gefahren. Schöne Stadt aber etwas zum selber ansehen.
Weiter ging es an die Ardeche zum klettern und nicht zuletzt zum Kanu fahren.
Wir hatten dort ein großes Klettergebiet im Auge, welches man von weit her sehen
kann. Jedoch mußten es auch schon andere von weit her gesehen haben, denn es war
alles recht abgegriffen. Der Zufall jedoch wollte es, daß uns dort doch einmal
eine 6b/6c gelang aber direkt daneben nicht einmal eine 5c. An dem Tag, der von
uns zum Kanu fahren vorgesehen war, schüttete es natürlich. Am nächsten Tag
wollten wir bei strahlendem Sonnenschein uns einschiffen lassen, nur der
Wasserstand war statt bei 1m bei 3m und so wurde es uns auch nicht gestattet den
Fluß abzufahren. Das schöne Wetter nutzten wir zu einem „Weinfrühstück“ an der
reißenden Ardeche in der nähe des Point d´ Arc (das zweitgrößte Felstor
Mitteleuropas – nach dem Prebischtor).
Zu Silvester sind Matthias, Simone und zwei Mittstudenten (Ronny war wieder in
seiner Gruft diesmal zum wirklich Arbeiten) nach Thüringen zum Wandern und
natürlich auch zum Silvester Feiern gefahren. Groß nennenswertes haben sie dort
nicht erwandert und so waren dies alle „heldenhaften“ Aktivitäten der
Jungmannschaft im letzten Jahr des Jahrtausends.